B i o g r a p h i e


Ich muss hier meinen guten Freund Winfried zitieren, der sagte, als ich ihm erzählte, dass ich eine Ausbildung zum Familiensteller angefangen habe, dass dies genau zu mir passe. "Du hast in deinem Leben schon so oft die Position gewechselt, dass du den Menschen, die in einer Sackgasse stecken, ganz gut zeigen kannst, was passiert, wenn man einfach einmal den Blickwinkel verändert."

 

Tja, so habe ich das auch noch nicht gesehen, aber da ist etwas dran.

 

Ich dagegen sehe einen ganz anderen Zusammenhang in meiner Vita. Angefangen hat es damit, dass ich Architekt wurde und über das Bauen von Waldorfschulen zur Eurythmie kam. Irgendwann stand ich also auf der Bühne und habe Menschen auf engem Raum erlebt. Was es mit ihnen macht, wo sie gerne stehen, welche Rolle sie gerne einnehmen.

 

Und, wie sie reagieren, wenn sie einmal da stehen, wo sie nun gar nicht gerne stehen möchten. Damals dachte ich mir nichts bezüglich dieser Zwistig- und Eitelkeiten.

 

Dann hat es eine Weile gedauert, weil ich mit Farbe und Pinsel die Welt verschönert habe, bevor ich über das Schreiben für eine Pflegezeitschrift zu dem Themenkomplex "Menschen in sozialen Zusammenhängen" kam.

 

Na ja, ich muss eingestehen, dass es in der Zeit mit dem Wohlgefühl bezüglich meiner familiären Zusammenhänge abwärts ging und ich aus eigenem Anlass zu einer Familienaufstellung ging. Erst habe ich nicht kapiert, was da passiert und war ganz fasziniert von den positiven Ergebnissen.

 

Dann aber machte es Klick und ich sah mich wieder auf der Bühne aber diesmal eben auf der des Lebens. Ich sah, was passierte, wenn ich mich bewege. Ich kapierte, es geht nur weiter, wenn ich den Platz wechsele.

 

Neben der sich positive entwickelnden Lebenssituation sprach mich dies sich Bewegen beim Stellen, das Einsteigen in andere Rollen, das Erspielen und Entdecken von neuen Blickwinkeln an, so dass ich mich zur Ausbildung zum Familiensteller entschied.

 

Da bin ich nun und kann meine Qualitäten nutzen, wenn ich Menschen wahrnehme, wie schwer es ihnen fällt, sich aus dem Angestammten zu lösen, weil sie nicht wissen, wo hin. Und dann sehe ich wie gelöst sie blicken, wenn sie in eine neue Position einfach einmal gehen. Loslassen und abgeben, sich bedanken und umdrehen. Das ist das Stellen, was mich Bert Hellinger gelehrt hat.

 

Sie merken schon, ich bin nicht einer der irgendetwas abschreibt, sondern ich spreche von meinen eigenen Lebenserfahrungen und von meinem Weg.

 

Denn Stellen, sich Umstellen, ist sich auf einen Weg begeben.